Schwabinger Hofflohmärkte

Geschichte

Die ersten Hof-Flohmärkte in München waren die Schwabinger Hof-Flohmärkte, auch damals schon von der Nachbarschaft Schwabing in der Seidlvilla organisiert. Es war im Jahr 2000.

Kaum zu glauben: Damals musste die Macherinnen und Macher ihren Nachbarn erklären, was Hof-Flohmärkte überhaupt sind und wie sie funktionieren können. Es musste Überzeugungsarbeit geleistet werden, da die Hausbewohner Bedenken hatten, ihren privaten Krempel öffentlich zu zeigen. Es machten daher anfangs "nur" 33 Häuser mit. Doch danach waren die Bedenken verschwunden: Der private "Krempel" wurde von anderen heiß begehrt!
So wuchs von Jahr zu Jahr die Beteiligung der Schwabinger Hausgemeinschaften. Heute sind es jährlich mehr als 300!

"Mutter der Hofflohmärkte" titelte 2015 die Süddeutsche Zeitung, denn Dorothee Fichter, Leiterin der Nachbarschaft Schwabing und von Anfang an aktiv für die Schwabinger Hof-Flohmärkte, hatte nicht nur im eigenen Stadtteil Erfolgreiches geleistet. Dorothee Fichter gab das Konzept aktiv an andere Initiativen weiter, die in ihren Stadtteilen selber Hof-Flohmärkte ins Leben riefen.

Gewinn

Das Treiben bei den Hof-Flohmärkten ist bunt, lebendig und zwanglos! Der Gewinn ermisst sich nicht in erster Linie im abends gefüllten Geldbeutel der Verkäuferinnen und Verkäufer, sondern im Spaß an den Begegnungen, den Schnäppchen, dem Miteinander!
Die Hausbewohner kommen (besser) in Kontakt, Nachbarn treffen sich auf dem Weg von Hof zu Hof, man feilscht und fachsimpelt über begehrte Flohmarkt-Artikel... 

Die Bezirksausschüsse Schwabing West und Schwabing Freimann unterstützten von Anfang an die Aktion, zu Beginn auch finanziell. Sie machten ihr großes Interesse an der Selbstorganisation und dem Engagement der Hausgemeinschaften deutlich sowie ihren Wunsch, dem nachbarschaftlichen Leben neue Impulse zu geben.

Kehrseite der Attraktivität

Leider kommen zunehmend Verkäufer – auch Händler – nach Schwabing, die hier ein gutes Geschäft wittern. Sie bauen ihren Tisch irgendwo auf, ohne sich an Vorschriften zu halten. Überall in München gilt bei Hof-Flohmärkten: Öffentliche Plätze, Gehwege und Parkbuchten sind tabu!

Nicht erwünscht sind auch Trittbrettfahrer, also Häuser, die ihren Flohmarkt abhalten ohne sich anzumelden. Sie profitieren von der Werbung der Schwabinger Hof-Flohmärkten ohne dazu einen Beitrag zu leisten. Also: bitte anmelden!